(Nach)-Bericht aus Berlin

+++Egal ob aus der Schweiz oder Österreich, aus Frankreich, Deutschland oder Israel: Mit Spannung erwarteten wieder die nominierten Spieleautoren die Bekanntgabe des Ergebnisses in Berlin. Leider fehlte erstmals bei der Bekanntgabe der Preisträger auf einer Pressekonferenz von Spiel des Jahres der Siegerautor. Umso bitterer, weil Reiner Knizia sowohl Autor vom „Spiel des Jahres 2008" als auch vom „Kinderspiel des Jahres 2008" war. Die Medien mussten also ohne den Siegerautor berichten.

Am Nachmittag meldete sich Knizia dann telefonisch bei Jury-Sprecher Stefan Ducksch und berichtete von seinem Missgeschick. Er hatte in den USA seinen Anschlussflug nach Deutschland verpasst und hing mehr als einen Tag fest. Mehr zu den beiden Siegerspielen und der Tatsache, erstmals ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, erzählte Reiner Knizia in einem Telefoninterview mit Jury-Mitglied Bernhard Löhlein.+++

+++Wie am Schnürchen lief in diesem Jahr der Live-Ticker unserer Homepage. Jury-Mitglied Udo Bartsch hatte bei seinem Debüt als Ticker-Beauftragter fast 2.000 Mitleser, die im Gegensatz zu den Vorjahren ohne jede Unterbrechung mit dem neuesten Stand versorgt wurden. Dazu hatte die Jury gleich mehrere Server angemietet, damit den Ansturm abgefedert werden konnte. Der Traffic auf unserer Seite betrug an diesem Tag das Achtfache von normalen Tagen.+++

+++Gehakt hat es dafür beim Jury-Newsletter: Wenige Minuten nach 11 Uhr wurde dieser wie geplant ganz aktuell aus Berlin verschickt. Allerdings kam ausgerechnet unser wichtigster Newsletter des Jahres nur bei der Hälfte unserer gut 3.000 Abonnenten an, betroffen waren auch Pressevetreter. Grund für den Ausfall war ein Serverproblem unseres Münchner Newsletter-Anbieters, das just kurz vor dem Versand aufgetreten war. Wir bitten um Entschuldigung.+++

+++Ein eigenes „Spiel des Jahres"-T-Shirt hat seit der Preisverleihung Jakob Girke, eineinhalbjähriger Sohn von Lookout-Games-Verlagschef Hanno Girke. Der hatte seinen Filius zur Siegerehrung zum Sonderpreis „Komplexes Spiel 2008" mit auf die Bühne gebracht, weil der Junior schon mal die Erfolgsluft schnuppern sollte. Jury-Sprecher Stefan Ducksch überreichte ein Mini-T-Shirt mit Spiel des Jahres-Logo, „damit der zukünftige Verlagschef Jakob weiß, worauf es im Leben ankommt." Obwohl das Kleidungsstück noch nicht passte, war Ducksch sich jedoch sicher, dass der junge Mann dort hinweinwächst.+++

+++Auch in diesem Jahr wieder präsentierte die Jury während der Pressekonferenz in Berlin alle nominierten und prämierten Spiele in Kurzfilmen für die dort anwesenden Journalisten. Die elf kurzen Spots werden in den nächsten Tagen auch auf unserer Homepage zu sehen sein.+++

+++ Ein wenig Ablenkung hatten sich zahlreiche Verlagsverteter am Abend vor der Preisverleihung gegönnt. Nachdem bereits ab Sonntagmittag Verlagsstände aufgebaut worden waren, traf man sich auf Einladung der Jury traditionell zu einem gemeinsamen Abend. Der stand natürlich unter dem Zeichen des EM-Finales zwischen Deutschland und Spanien, das die gut 80 Besucher vor zwei Großbildfernsehern verfolgten. Dabei halfen weder Daumendrücken, noch Deutschlandfahnen, -trikots oder Tröten. Immerhin: Es gab freie Getränke und es war auch mehr Platz als auf der zwei Kilometer entfernten Berliner Fan-Meile, auf der sich 500.000 Menschen drängten.+++